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Presseerklärung zur Reportage "Frauen wollen Mitsprache und Rechte in der Kirche"

Am Freitag, 13.06.2008, hat der Deutschlandfunk in der Sendung Tag für Tag um 9.36 Uhr 4.25 min lang unter dem Titel "Frauen wollen Mitsprache und Rechte in der Kirche" in einem Feature schwerpunktmäßig die Meinungen von Frauen der KfD zur Situation von Frauen in der katholischen Kirche ausgestrahlt.

Vor allem Magdalena Bogner als langjährige Vorsitzende der KfD, und Rita Waschbüsch, ihrerseits langjährige Vorsitzende der KfD und ehemalige Vorsitzende des ZdK, aber auch die Grünen-Sprecherin für die katholische Kirche Christa Nickels äußerten sich zu dieser Frage, dazu diverse namentlich nicht genannte "Landfrauen", deren Einwürfe die Positionen der zuvor Genannten stützten.

Insgesamt wurden ausschließlich feministische Positionen vertreten auf der Grundlage des Mainstreams, Frauen würden in der katholischen Kirche nicht anerkannt. Man habe das Ziel des Mitspracherechtes für Frauen auf allen Ebenen "bis zum Priesteramt" und darüber hinaus. Massiv widersprach man den diesbezüglich endgültigen römischen Entscheidungen. Man lasse sich das Recht der Diskussion über diese Fragen nicht nehmen, auch wenn diese lehramtlich entschieden seien. Besonders Rita Waschbüsch betonte, wie wichtig es sei, diese Diskussion fortzusetzen.

Die Einlassung Bischof Wankes hierzu war wenig hilfreich. Seine Aussage, in dieser Frage sei "im Augenblick keine Bewegung möglich", widerspricht ebenfalls eindeutig den Festlegungen des Lehramtes und ist ein Zeichen fehlenden Gehorsams gegenüber der päpstlichen Autorität, ein in seinem anpasserischen Opportunismus für einen Bischof außerordentlicher Vorgang.

Der ZpV stellt dazu fest: Einmal mehr hat eine der Organisationen, die sich als "katholisch" bezeichnen dürfen und die seit Jahrzehnten reichlich mit Kirchensteuergeldern subventioniert werden, bewiesen, daß sie nicht gewillt ist, der Bezeichnung "katholisch" zu entsprechen und sich an die lehramtlichen Entscheidungen zu halten. Der katholische Glaube und die Offenbarung, durch die eindeutige Maßstäbe gesetzt sind, werden einer säkular orientierten "soziologischen" Struktur der Kirche untergeordnet. Der Wille des Stifters Jesus Christus wird als "Männerherrschaft in der Kirche" diffamiert. Die theologischen Forschungen zur Bedeutung der Geschlechterdifferenz in der Ordnung der Erlösung werden nicht zur Kenntnis genommen beziehungsweise geleugnet.

Der ZpV fordert deshalb die deutschen Bischöfe, auch Herrn Bischof Wanke, auf, allen sich katholisch nennenden Verbänden, die sich ähnlich der KfD außerhalb und gegen die Lehre der Kirche stellen, die Anerkennung als "katholisch" und damit die Subventionierung durch Kirchensteuergelder zu entziehen. Erst dann besteht eine gewisse Hoffnung, dass diese Verbände, sofern sie sich nicht selbst auflösen, auf den Boden der kirchlichen Lehre und Autorität zurückfinden.

Bonn, 20. Juni 2008

Reinhard Dörner

Vorsitzender



ZPV 27.04.2017
http://papsttreue-vereinigungen.de/erklaerungen.php?datum=20.06.2008