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Presseerklärung: Der Papst – Stein des Anstoßes

Wer dieser Tage die „Berichterstattung“ zum Papstbesuch in Deutschland durch das „Medien-Establishment“ verfolgt, gewinnt den Eindruck, daß niemand mehr an der Misere der heutigen Gesellschaft schuld ist als eben der Papst. Wenn es möglich wäre, würde man ihn sogar für das EURO-Desaster verantwortlich machen. Im Kern geht es aber um einen Generalangriff gegen die katholische Kirche.

Die Medien-Schaffenden, die sich gern informiert und „aufgeklärt“ geben, werden nicht müde, alle Vorurteile aufzutischen, die längst durch die historische Wissenschaft widerlegt sind. Da hört man z.B. in diversen Radio-/Fernseh-Beiträgen, daß die Kirche „eine Blutspur“ in der Geschichte hinterlassen habe. Oder man fällt über den Papst her, weil er wissenschaftlich exakt in Regensburg ein Zitat verwendet hatte, das manchen muslimischen Ohren eben nicht schmeichelt.

Die ökumenische Gesprächsbasis wird von niemandem mehr verletzt als von denjenigen, die auf ihre Anerkennung durch die katholische Kirche pochen. Die evangelischen Schwestern und Brüder sollten endlich zur Kenntnis nehmen, daß Luther ein abgefallener katholischer Priester war, der den Satz: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ nie gesprochen hat. Hans Preuß überliefert in seinem Buch „Martin Luther – Der Prophet“ das Diktum Luthers in Schmalkalden: „Hoc unum me mortuo servate: odium in Pontificem Romanum“ (Nach meinem Tod bewahret dies eine: den Haß auf den römischen Papst). Von solcher historischer Wahrheit hört und liest man in den Medien nichts.

Es bleibt für den treu und fest zu seiner Kirche stehenden Katholiken der Eindruck zurück, daß die Medien ihrer seit vielen Jahren andauernden antikatholischen Propaganda derzeit die Krone aufsetzen wollen. Die evangelische kirchliche Gemeinschaft ist zu einem „Christentum light“ verflacht. Wer sich aber von den Ursprüngen entfernt hat, legt begreiflicherweise Wert darauf, daß dieses anspruchslose Glaubenssystem anerkannt wird, weil eine Kirche, die sich der Offenbarung Jesu Christi verpflichtet fühlt, in den Augen der Menschen immer ein Ärgernis bleibt. Wer sich daran nicht ärgern will, kann jederzeit das Plagiat wählen, sollte aber so tolerant sein, der katholischen Kirche nicht seine eigenen (Vor-)Urteile zu unterstellen und von ihr die eigenen Fehlentscheidungen doktrinärer und struktureller Art als notwendige „Reformen“ zu verlangen.

Bonn, 19. September 2011

V.i.S.d.P. Reinhard Dörner, Vorsitzender



ZPV 15.12.2017
http://papsttreue-vereinigungen.de/erklaerungen.php?datum=19.09.2011