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Sind katholische Verbände „katholisch“?

Nur wo katholisch draufsteht, ist auch katholisch drin!

Kann, was seinerzeit für Nutella galt, auch auf katholische Verbände angewandt werden? Wer dies bestreitet, sollte angesichts der Plakataktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Rottenburg-Stuttgart und des württembergischen Landesjugendverbandes der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) aufhorchen. Darin heißt es: „Alle Christen glauben an Allah“, „Alle Muslime glauben an Jesus“ u.a.m.

Hier werden Unterschiede vom Tisch gefegt, die man eigentlich beachten sollte, da Ditib vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Viel wichtiger: Kirchliche Stellen sollten die Aktivitäten bestimmter katholischer Verbände beobachten! Gemeint sind in erster Linie die Verantwortlichen des BDKJ der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Schließlich werden die katholischen Verbände und nicht nur der BDKJ mit Geldern aus der Kasse der Kirchensteuer subventioniert! Aber die Verantwortlichen in der katholischen Kirche haben ja auch kein Problem damit, Frauenverbände mit Geldern zu unterstützen, die sich eindeutig gegen das Lebensrecht ungeborener Kinder wenden! Oder wie steht es mit Geldern für das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, das in diversen Voten gegen Lehre und Kirchenverfassung stimmt, z.B. in der Forderung der Abschaffung des Zölibates?

Haben sich die Verantwortlichen – Bischöfe und Generalvikariate – schon so weit mit dem Mainstream identifiziert, dass sie Angst haben, genuin katholische Positionen zu verlangen und zu vertreten? Im Gegenteil: Wer klar und kompromisslos katholisch ist, und zwar auf der Basis der apostolischen Lehre, also des Lehramtes der Kirche!, muss befürchten, aus der Kirche gemobbt zu werden. Ansatz- und Angriffspunkt ist dann die Auffassung, wie sie nachdrücklich katholische Verbände vertreten, die keine Subventionen aus Kirchensteuergeldern erhalten, wenn sie z.B. vor der Gefahr der Ausbreitung des Islamismus in der Gesellschaft warnen! Und vor der Unvereinbarkeit des christlichen mit dem muslimischen Glauben, weil Allah eben nicht (der christliche) Gott ist.

Gilt eigentlich für unsere Bischöfe noch das Wort des hl. Augustinus: Mit euch bin ich Christ, für euch bin ich Bischof? Unsere Zeit leidet am Mangel an Bekennerbischöfen wie Clemens August Graf von Galen, der seinem Wahlspruch getreu sich weder von Lob(hudelei) noch von öffentlichem Tadel beeindrucken ließ, das Menschenrecht, das mit dem göttlichen Recht kompatibel ist, einzufordern. Der ihm in dieser Hinsicht gleich war – Bischof Dyba von Fulda -, hat gleich Galen in der Öffentlichkeit zu Glauben und Kirche gestanden. Wie heißt es doch in der ursprünglichen Fassung des Liedes „Ein Haus voll Glorie schauet“: Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut, Das Haus wird´s überdauern, auf festem Grund es ruht!

Bonn, 10. Dezember 2016

V.i.S.d.P.: Reinhard Dörner, Vors.



ZPV 20.11.2017
http://papsttreue-vereinigungen.de/erklaerungen.php?datum=10.12.2016