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Katechese „first“
Bischof Oster nimmt seine Verantwortung als Jugendbischof ernst

Der BDKJ als Dachverband behauptet, in ihm seien 17 Jugendverbände organisiert, auf seiner Leitseite werden allerdings nur 16 vorgestellt. In einem unter „katholischer“ Flagge segelnden Schiff sind aber wohl kaum alle wirklich katholisch ausgerichtet. Es ist anzuzweifeln, dass eine „Aktion West-Ost – Arbeitsgemeinschaft für europäische Friedensfragen“ - ein katholisches Statut zur Grundlage hat. Dies ist nur ein Beispiel von mehreren. Wer im übrigen eingerichtete Tabs oder Suchtitel auf der Homepage aufruft, erhält häufig die Abfuhr: „Server nicht gefunden“!

Bischof Oster kritisiert mit Recht „das BDKJ-Positionspapier ‚Theologie der Verbände‘“, in dem Jesus zu einer Karikatur verkommen sei. Die Verbände gäben sich teilweise „mit einer ‚Lightversion des Evangeliums‘ zufrieden“. Jesus sei eben „nicht ‚so ein Netter‘, der die unterschiedlichen Wege, mit ihm zu leben, einfach nur bestätige“. Der BDKJ solle sich „gegen Abtreibungen engagieren und sich mehr mit dem Islam auseinandersetzen“. Mit dieser Kritik trifft der Bischof den Nerv des mit Kirchensteuermitteln subventionierten „eingetragenen Vereins“. Wer die Arbeit der Jugendverbände verfolgt, musste in den Jahren des Bestehens des BDKJ zunehmend feststellen, dass sich dieser Dachverband zum Verfechter mainstreamorientierter Positionen in der immer mehr atheistisch ausgerichteten Gesamtgesellschaft machte. So verhallte der Ruf des hl. Johannes Paul II. zur Neuevangelisierung nicht nur ungehört, sondern wurde geradezu als Beispiel von Lebensfremdheit in der modernen Welt von heute abgelehnt. Der BDKJ charakterisiert seine Tätigkeit als „katholisch, politisch, aktiv“, es ist jedoch nur zu verständlich, wenn überzeugte Katholiken den Eindruck gewinnen, dass das politische Element des BDKJ bei weitem als wichtigstes gilt.

In der Kritik an den Äußerungen des Jugendbischofs hat sich besonders die Diözesangruppe Münster hervorgetan. Deren Vorsitzende Stegemann betonte, die Jugendverbände „schafften eine wichtige Kontaktfläche, weil sie die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholten und nicht gleich mit übersteigerten Ansprüchen an sie heranträten“. Dass sie hier mit Allgemeinplätzen und Plattitüden argumentierte, wurde ihr offensichtlich nicht bewusst. Eine solche Haltung für das Urchristentum vorausgesetzt, hätte sich die Botschaft Jesu niemals ausbreiten können. Bedenklich aber ist, wenn Stegemann Bischof Oster gegen Bischof Genn ausspielt: In der Zusammenarbeit mit ihm - Genn - kenne sie „sehr viel Wohlwollen und Unterstützung“. Dies bedeutet, dass Genn Positionen des BDKJ toleriere, die Bischof Oster kritisiere. Bischof Genn hat dieser Behauptung nicht wiedersprochen.

Bonn, 06.06.2017

V.i.S.d.P. Reinhard Dörner, Vors.