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Römische Instruktion gegen Mißbräuche in der Liturgie

Der Vatikan hat am 23. April 2004 in einem Dokument unter dem Titel «Redemptionis Sacramentum» (Das Sakrament der Erlösung) die bestehenden Normen für die katholische Meßfeier festgeschrieben.

Im folgenden eine kurze, nicht vollständige Zusamenfassung:

Zu den „Schatten“ nach der Liturgiereform gehört: Man kann „nicht verschweigen, daß es Mißbräuche, auch sehr schwerwiegender Art, gegen das Wesen der Liturgie und der Sakramente sowie gegen die Tradition und die Autorität der Kirche gibt. An einigen Orten sind mißbräuchliche Praktiken in der Liturgie zur Gewohnheit geworden. Es ist klar, daß dies nicht zugelassen werden kann und aufhören muß“. (Nr.4; Bezug auf ein päpstl. Schreiben von 1980)

„Der Gebrauch von nicht approbierten Texten und Riten (führt) dazu, daß das notwendige Band zwischen der lex orandi (Gesetz des Betens) und der lex credendi (Gesetz des Glaubens) geschwächt wird oder verloren geht.“

„Der Apostolische Stuhl hat seit dem Jahr 1970 das Aufhören aller Experimente bezüglich der Feier der heiligen Messe angemahnt und dies im Jahr 1988 von neuem bekräftigt. Daher haben die Bischöfe keine Befugnis, Experimente bezüglich liturgischer Texte, die in den liturgischen Büchern vorgeschrieben sind, zu gestatten.“

„Die beständige Lehre der Kirche über das Wesen der Eucharistie, die nicht nur ein Gastmahl, sondern auch und vor allem ein Opfer ist. Bisweilen wird ein stark verkürzendes Verständnis des eucharistischen Mysteriums sichtbar. Es wird seines Opfercharakters beraubt.“ (Nr.38)

„Man kann es nicht hinnehmen, daß einige Priester sich das Recht anmaßen, eucharistische Hochgebete zusammenzustellen oder die von der Kirche approbierten Texte zu ändern.“ (Nr.51)

„Es ist nicht erlaubt, die vorgeschriebenen biblischen Lesungen aus eigenem Gutdünken wegzulassen oder zu ersetzen oder gar die Lesungen und den Antwortpsalm, die das Wort Gottes enthalten, mit anderen nichtbiblischen Texten auszutauschen.“

„Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Meßfeier gilt auch für die Alumnen der Seminare und für Pastoralassistenten, sowie für jedwede Art, Gruppe, Gemeinschaft oder Vereinigung von Laien.“ (Nr.66)

„Bei der heiligen Messe sowie bei anderen Feiern der heiligen Liturgie darf kein Glaubensbekenntnis zugelassen werden, das nicht in den rechtmäßig approbierten liturgischen Büchern enthalten ist.“ (Nr.69)

„Diejenigen, die an einer Messe teilnehmen, dürfen während der Feier nicht an Tischen sitzen.“(Nr.77)

„Schließlich ist der Mißbrauch streng zu verurteilen, in die Feier der heiligen Messe Elemente einzufügen, die entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher Riten anderer Religionen entnommen sind.“ (Nr.79)

„Es kommt vor, daß die Gläubigen massenweise und ohne Unterscheidung zum heiligen Tisch hinzutreten. Es ist Aufgabe der Hirten, diesen Mißbrauch mit Klugheit und Festigkeit zu korrigieren.“ (Nr.83)

„Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.“

„Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizubehalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.“ (Nr.93)

„Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen...“ (Nr.104)

„... der Priester ... muß am Altar kommunizieren“ (Nr. 97). Das schließt ein, daß der Priester den Altardienst nicht quasi zu Konzelebranten macht.

„Auch wenn es erlaubt ist, die Messe nach Maßgabe des Rechts für bestimmte Gruppen zu feiern, sind diese Gruppen dennoch nicht von der treuen Befolgung der liturgischen Normen ausgenommen.“ (Nr. 114)

„Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn der Priester durch Krankheit oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist. Eine kurze Verlängerung (der Messe ist) ein völlig unzureichender Grund.“ (Nr.158)

„Der Diözesanbischof soll die Praxis der letzten Jahre in dieser Sache gegebenenfalls korrigieren.“(Nr.160)

„Die wichtigsten Lösungen (bei Priestermangel) werden darin bestehen, daß andere Priester zu diesem Zweck herbeigerufen werden oder die Gläubigen eine in der Nachbarschaft gelegene Kirche aufsuchen.“

Zu den „graviora delicta, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind“, gehört „die verbotene Konzelebration des eucharistischen Opfers zusammen mit Dienern kirchlicher Gemeinschaften, die nicht in der apostolischen Sukzession stehen“. (Nr. 172c)

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